Brücken bauen von Heimat zu Heimat

Wo fühle ich mich wohl, wo liegt meine Heimat und habe ich nur eine davon? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich der MyWorlds-Workshop der Freiplatzaktion Basel und imagine. Die teilnehmenden Kinder zwischen acht und zwölf Jahren gehen spielerisch auf die Suche nach ihren eigenen Wurzeln.

Die Stimmung ist ausgelassen, fast schon euphorisch im kleinen Saal oberhalb des Restaurants Bahnkantine auf dem Erlenmatt – es wird gelacht, geplaudert und diskutiert. Dieser Ort ist für eine Woche das Herz des MyWorlds-Workshops, welcher in diesem Jahr zum dritten Mal gemeinsam von der Freiplatzaktion Basel und imagine durchgeführt wird.

Viele der gut 20 teilnehmenden Kinder im Primarschulalter kennen nicht nur Basel oder die Schweiz als ihre Heimat – sie haben auch Wurzeln in anderen Ländern wie Indien oder Sri Lanka. In dieser Woche gehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihrem Heimatgefühl mit viel Spass und Abwechslung auf den Grund, und schlagen Brücken zwischen unterschiedlichen Menschen und Kulturen.

Als roter Faden zieht sich das Buch "Tommy Mütze" der Südafrikanischen Schriftstellerin Jenny Robson durch die Workshopwoche. Die Erzählung, welche für Akzeptanz und Vielfalt plädiert, wird täglich vorgelesen und in den verschiedenen Spielen und Aufgaben gemeinsam bearbeitet.

So vielfältig wie die Kinder ist auch das Programm am MyWorlds-Workshop: Neben Malen, Basteln, Diskutieren und Philosophieren steht auch ein Theaterworkshop so wie die Produktion einer eigenen Radiosendung im Studio von Radio X auf dem Programm.

Zum Abschluss der Woche präsentieren die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Ergebnisse ihrer heimatlichen Spurensuche. Interessierte sind herzlich zur Ausstellung eingeladen – sie findet am Samstag, 13. Februar von 14 bis 16 Uhr im Restaurant Bahnkantine auf dem Erlenmatt statt.