Workshop mit 8. und 9. Sekundarschulklassen in Dornach

Im Jugendhaus Dornach fanden Ende Oktober sowie anfangs November zwei Workshops von imagine Basel statt. Die Teilnehmenden waren Schülerinnen und Schüler aus 8. und 9. Klassen der Sekundarschule Dornach. Die beiden Workshops wurden je an zwei aufeinanderfolgenden Halbtagen durchgeführt. Das Thema, welches den Jugendlichen mit interaktiven Methoden nähergebracht wurde, waren Vorurteile und der Prozess, wie aus einem Vorurteil Diskriminierung entstehen kann. Am ersten Tag ging es um das gegenseitige Kennenlernen, danach lernten die Jugendlichen den Unterschied zwischen einem Klischee und einem Vorurteil. Ein Klischee ist eine Verallgemeinerung von Verhaltensweisen einzelner Menschen auf eine ganze Personengruppe. Ein Beispiel wäre, dass alle Schweizer gerne Schokolade essen, obwohl nicht gesichert ist, dass alle Schweizer Schokolade mögen. Ein Vorurteil hingegen ist ein Urteil über einen Menschen oder eine Personengruppe, ohne vorhergehende Abklärung darüber, ob dieses Urteil der Wahrheit entspricht. Es gibt sowohl positive sowohl negative Vorurteile, der Begriff wird aber meist für die negative Form verwendet.

Später befassten wir uns mit alltäglichen Situationen und diskutierten, ob in den vorgelegten Situationen ein Vorurteil vorliegt oder nicht. Der Film «Der Schwarzfahrer» bildete den Übergang zum zweiten Tag und leitete das eigene Projekt der Jugendlichen ein. Nun befassten wir uns mit sechs verschiedenen Diskriminierungsformen, etwa der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität oder der Diskriminierung aufgrund der Herkunft. Anschliessend hatten die Jugendlichen Zeit sich an ihrem eigenen Projekt, nämlich dem Drehen eines Kurzfilms, zu verwirklichen. Die konkrete Aufgabe bestand darin, eine Situation zu verfilmen, in welcher eine deutliche Diskriminierung einer Person und ein anschliessend gewaltfreier Lösungsansatz dargestellt wird. Diese Aufgabe bereitete den Jugendlichen viel Spass und einen unterhaltsamen Umgang mit dem Thema. Zum Abschluss des zweiten Halbtages haben wir uns die Filme zusammen angeschaut.

Den freiwillig engagierten Leitern von imagine bereitete die Planung und Durchführung dieser beiden Workshops viel Freude, denn die Arbeit mit Jugendlichen ist auch für uns immer wieder intensiv und enorm lehrreich. Das Feedback der Jugendlichen war ebenfalls sehr positiv, sodass wir hoffen, dass bei ihnen ein Aspekt dieser heute so wichtigen Thematik hängengeblieben ist.